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Orientierung per Praktikum

Der Begriff Praktikum (Plural: Praktika) bezeichnet eine auf eine bestimmte Dauer ausgelegte Vertiefung zuvor erworbener theoretischer Kenntnisse in praktischer Anwendung bzw. das Erlernen neuer Kenntnisse und Fähigkeiten durch praktische Mitarbeit in einer Organisation (Wikipedia). Soweit die Theorie. Und wie sieht die Praxis des Praktikums aus? Grundsätzlich unterscheidet man zwischen dem berufsorientierenden Praktikum und dem (freiwilligen) Ferienpraktikum. Für Schüler an Berufsfach- und Fachoberschulen gibt es außerdem noch das strukturierte oder auch Fachpraktikum. Das berufsorientierende Praktikum findet in der Regel während der Unterrichtszeit statt und dauert 2 bis 3 Wochen. Ein Ferienpraktikum absolvieren Sie stattdessen freiwillig – es kann bis zu 6 Wochen dauern. Bei beiden Versionen durchlaufen Sie idealer weise mehrere Abteilungen des Unternehmens, um möglichst viele Eindrücke zu sammeln.

Was soll das überhaupt?

Ein Praktikum gibt Ihnen die Möglichkeit, das Arbeitsleben generell, einen bestimmten Beruf oder sogar einen potenziellen Ausbildungsbetrieb (und späteren Arbeitgeber) näher kennen zu lernen. Das beginnt mit einem 8-Stundentag und dem Einordnen in geregelte Betriebsabläufe – plötzlich können Sie nicht mehr selbst bestimmen, wann Mittagspause ist. Die berufsorientierenden Praktika lassen erste Rückschlüsse auf Ihre persönlichen und sozialen Kompetenzen (Teamfähigkeit, selbständiges Arbeiten, Leistungsbereitschaft, Eigeninitiative, Sorgfalt) zu – Sie lernen, durch das Feedback bzw. eine Beurteilung des Betriebes, also auch etwas über sich selbst. Einfache, aber typische Tätigkeiten und Aufgaben werden Ihnen nach einer kurzen Einarbeitung übertragen. Nur Herumsitzen und den anderen bei der Arbeit zusehen ist also nicht angesagt. Obwohl der Gesetzgeber keine speziellen Regelungen für Schülerpraktika vorgesehen hat, müssen Sie sich aber nicht alles gefallen lassen: Wenn Sie tagelang den Müll sortieren sollen, sprechen Sie erst mit Ihrem Ausbilder; wenn das nichts hilft, mit Ihrem Lehrer – ein Praktikant ist keine billige Hilfskraft! Stichwort billig: Mit einer Bezahlung sollten Sie nicht rechnen; das ist die absolute Ausnahme.

Das längere und freiwillige Ferienpraktikum hat, neben dem Sammeln von ersten Eindrücken und Erfahrungen, eine zweite Komponente: Der Betrieb lernt auch eine Menge über Sie! Einen erheblichen Teil seiner Freizeit freiwillig in einem Betrieb statt am Baggersee zu verbringen, zeigt Engagement. Wer sich darauf einlässt und einen guten Eindruck macht, hat im Wettbewerb um einen Ausbildungsplatz gleich mehrere Punkte gesammelt: Einsatzbereitschaft und Interesse stehen außer Frage; außerdem haben Sie nach einem Praktikum auf jeden Fall ein „Gesicht“ in der Firma und sind nicht eine oder einer unter einer Vielzahl von Bewerbungen.

Da das Ferienpraktikum nicht von der Schule unterstützt oder begleitet wird, sind Sie bei der Suche nach einem Betrieb und vor allem den Absprachen über die Inhalte allerdings sehr viel stärker selbst gefordert. Ganz wichtig: Sie brauchen einen festen Ansprechpartner im Unternehmen, mit dem Sie Fragen klären können und der Ihnen nach spätestens 2 Wochen eine erste Einschätzung oder Beurteilung Ihrer Leistungen und Ihres Verhaltens gibt – nur so können Sie sicherstellen, dass Sie nicht die ganzen Ferien ohne echte Lernerfolge und Erkenntnisse vertrödeln: Und: Ein Ferienpraktikum ist KEIN Ferienjob! Entweder Sie wollen etwas über sich und Ihren zukünftigen Beruf lernen oder Sie wollen Geld verdienen – beides zusammen geht nicht. Wenn Sie den Eindruck haben, dass Sie als günstige oder sogar kostenlose Arbeitskraft eingesetzt werden und ein Gespräch mit Ihrem Ausbilder oder Vorgesetzen keine Änderung bewirkt, hilft nur Eines: Brechen Sie das Praktikum ab.

Damit es gar nicht erst soweit kommt, hier eine Checkliste der wichtigsten Punkte:

Vor dem Praktikum:

Machen Sie nicht irgendein Praktikum, sondern wählen Sie sorgfältig aus: Was interessiert mich? Was kann ich mir als zukünftigen Beruf vorstellen? Welchen Betrieb möchte ich kennen lernen? Schließlich können Sie nicht unendlich viele Praktika machen. Und wenn Sie die Zeit schon investieren, soll es sich doch lohnen.
Informieren Sie sich über den Beruf und den Betrieb: Wie sieht die Tätigkeit aus? Was möchte ich sehen und was selbst ausprobieren? Welche Abteilungen des Unternehmens möchte ich kennen lernen?
Bereiten Sie Ihr Praktikum vor. Vor allem für ein längeres Ferienpraktikum ist eine Liste hilfreich: Wer ist mein Praktikumsbetreuer? Wie oft und wann treffen wir uns? Was besprechen wir? Welche Lernfortschritte werden von mir erwartet? Und: Selbst Ziele setzen: Was möchte ich selbst erfahren? Was will ich mit dem Praktikum erreichen? Anhand der Liste können Sie dann während des Praktikums regelmäßig prüfen, ob es wirklich vorwärts geht.
Und sagen Sie klar und deutlich, dass Sie keinen Ferienjob suchen!

Während des Praktikums:

shutterstock 116020000Lisa F. Young/shutterstock.comDie allgemeinen Spielregeln für ein verträgliches Miteinander sollten bekannt sein – Pünktlichkeit, Höflichkeit, Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit verstehen sich also von selbst.
Zusätzlich gelten im Berufsleben Regeln, die Sie ebenfalls strikt einhalten sollten: Privates gehört nicht in den Betrieb – seien es Handygespräche oder das Checken der Emails während der Arbeitszeit.
Ein wichtiges Thema ist die Vertraulichkeit: Betriebsinterna gehören nicht in die Öffentlichkeit! Natürlich können Sie sich mit Ihren Mitschülern über den Verlauf und Ihre Erfahrungen während des Praktikums austauschen – aber den gerade verlorenen Großkunden oder den Kantinentratsch über die Buchhaltung behalten Sie besser für sich.
Machen Sie den Mund auf! Nein, nicht ständig meckern – aber sprechen Sie an, was Ihnen nicht gefällt oder was Sie vermissen. Sonst kann der Betrieb ja nicht darauf reagieren. Und: Fragen Sie! Je mehr Fragen Sie haben, umso mehr lernen und erfahren Sie – und darum machen Sie Ihr Praktikum ja. Außerdem signalisieren Sie Interesse – und Sie wollen doch einen guten Eindruck machen, oder? Übrigens: Sie können natürlich auch sagen, was Ihnen besonders gut gefallen hat – über Lob hat sich noch niemand geärgert.
Wenn die Schule einen Praktikumsbericht verlangt, machen Sie sich bereits während des Praktikums zumindest Notizen – erstens geht es dann mit dem Bericht viel schneller und zweitens haben Sie, auch für sich selbst, die Kontrolle, dass nichts vergessen wurde.

Nach dem Praktikum (ist vor dem Praktikum):

Denken Sie an die Praktikumsbestätigung (und, falls vereinbart, das Praktikumszeugnis) - wichtig für Ihre Bewerbungsunterlagen! Da beides häufig in der Personalabteilung geschrieben wird, kann es ein paar Tage dauern, bis Sie die Unterlagen bekommen. Nach 2 bis 3 Wochen können Sie aber höflich nachfragen.
Machen Sie eine Manöverkritik: Wie ist das Praktikum aus Ihrer Sicht gelaufen? Wurden Ihre Erwartungen erfüllt? Welche Tätigkeiten haben Ihnen gefallen und welche nicht? Haben Sie etwas vermisst? Gehen Sie Ihre Liste (s. o.) durch – nur so können Sie sicherstellen, dass Ihr nächstes Praktikum besser läuft. Und nicht vergessen: Das Praktikum sollte Ihnen einen ersten Eindruck verschaffen – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Wenn der Beruf oder das Unternehmen doch nichts für Sie ist, hat das Praktikum seinen Zweck voll und ganz erfüllt. Und wenn es Ihnen gefallen hat? Umso besser – dann wissen Sie, dass der „getestete“ Job zumindest in Frage kommt.

Frequently Answered Questions:

Auf jeden Fall sollte ein Praktikumsvertrag abgeschlossen werden, in dem Dauer, Lernziele, Betreuer/in, Vergütung, Tätigkeiten sowie Arbeitsort und -zeit geregelt werden.
Da das Praktikum deutlich kürzer als sechs Monate ist, hat man als Praktikant/-in der Regel keinen Anspruch auf Urlaub.
Unternehmen sind nicht verpflichtet, einen Praktikantenbetreuer zu benennen.
Die Arbeitszeiten richten sich nach der betrieblichen Arbeitszeit. Die tägliche Arbeitszeit beträgt in der Regel ohne Pausen max. 8 Stunden. Bei Praktikanten/innen unter 18 Jahren greift aber das Jugendarbeitsschutzgesetz.
Anspruch auf ein Praktikumszeugnis besteht nicht. Üblich ist eine Praktikumsbestätigung (wer, wann, was wo und wie lange). Wird ein Praktikumszeugnis erstellt, sollten Sie ganz genau hinsehen – was sich positiv anhört, kann ganz anders gemeint sein.
Grundsätzlich verboten sind gefährliche Arbeiten, die die physische oder psychische Leistungsfähigkeit übersteigen, bei denen die Schüler sittlichen Gefahren ausgesetzt werden sowie Arbeiten, die mit Unfallgefahren oder schädlichen Einwirkungen wie Lärm, Strahlen oder Gefahrstoffen im Sinne des Chemikaliengesetzes verbunden sind.

Sie sind während Ihres Praktikums grundsätzlich unfallversichert.

Einen Vergleich der großen Praktikumsbörsen sowie viele Links zum Thema finden Sie hier.