Ohne gültiges Ticket erwischt - was jetzt? pixabay.com
Klar, absichtlich macht es natürlich niemand, trotzdem kommt es vor, dass bei einer Kontrolle kein gültiger Fahrschein zu Hand ist. Ärgerliche... mehr ...
Die wichtigsten Versicherungen zum Start Laborant/shutterstock.com
Im internationalen Vergleich sind die Deutschen (auch) beim ­Thema Versicherungen Spitze: Knapp 2.800 € zahlt jeder Haushalt durchschnittlich an... mehr ...
Was gehört in den Ausbildungsvertrag (und was nicht)? Stokkete/shutterstock.com
Verträge sind in schlechten Zeiten notwendig – in Guten sind sie überflüssig (hat einmal ein schlauer Mensch gesagt; wahrscheinlich war es kein... mehr ...
Verträge richtig kündigen Valery Evlakhov/shutterstock.com
Eine Unterschrift, ein Häkchen und ein Klick. Verträge für Handytarife, Internet oder Fitnessstudio sind schnell abgeschlossen. Nicht ganz so... mehr ...
Ihre Rechte und Pflichten als Azubi Nathan Wright/shutterstock.com
„Im ersten Jahr hab ich die Halle gefegt, im zweiten aufgeräumt und vor der Prüfung durfte ich dann auch mal das Werkzeug... mehr ...
Was gilt in der Probezeit? pixabay.com
Für jeden jungen Menschen ein aufregender Start in einen neuen Lebensabschnitt mit neuen Herausforderungen: die Berufsausbildung. Vor allem die... mehr ...
Die Fallstricke im Mietvertrag Battrick/shutterstock.com
Die Wohnungssuche wird in Deutschland immer schwieriger. Schon heute fehlen in Großstädten, Ballungsgebieten und Universitätsstädten über 800.000... mehr ...
Was ist beim Ferienjob erlaubt und was nicht? Michael Courtney/shutterstock.com
In Deutschland ist Schülerarbeit gesetzlich geregelt, um Kinder und Jugendliche vor Schaden an Leib und Seele zu bewahren. Aber gerade das erste... mehr ...
Geschäft mit der Vorfreude: Tücken bei vorbestellten Spiele-Neuheiten pixabay.com
Vor Messen wie der Gamescom oder zum Weihnachtsgeschäft fixen Händler die Vorfreude der Spielfans an und locken mit der Vorab-Bestellung der... mehr ...
Täuschend echt! Warnung vor Online-Fake-Shops Photosani/shutterstock.com
Handtaschen, Designer-Klamotten, High-Tech-Trendprodukte und Marken-Uhren: Im Internet werben Shops mit verlockenden Waren. Werden begehrenswerte... mehr ...
Trotz Krankheit ins Büro? drubig-photo/Fotolia/randstad/fotolia.de
Rund 68 % der deutschen Beschäftigten gehen auch bei Krankheit weiterhin zur Arbeit - das zeigt eine Untersuchung des Deutschen Gewerkschaftsbunds... mehr ...
Kostenlose Broschüre zum Download: Urheberrecht bei Social Media
Social Media ist für viele Menschen mittlerweile fester Bestandteil ihres Alltags: In der Mittagspause wird schnell das neues Urlaubsfoto von... mehr ...
Die erste eigene Wohnung oder WG Mikhail Starodubov/shutterstock.com
Für eine eigene Penthouse-Wohnung dürfte es bei den allerwenigsten reichen, aber es bleibt trotzdem noch eine Menge Auswahl. Also, was soll´s denn... mehr ...
Was ist am Arbeitsplatz erlaubt? pixabay.com
Das macht doch jeder, also kann es gar nicht verboten sein, mag mancher Arbeitnehmer denken. Doch Vorsicht: Wenn Mitarbeiter die Regeln ihres... mehr ...
prev
next

teaser quickstarter

Was ist beim Vorstellungsgespräch erlaubt (und was nicht)?

wavebreakmedia/shutterstock.com wavebreakmedia/shutterstock.com

Wer sich auf ein Vorstellungsgespräch vorbereitet, weiß meist nicht, was im Job-Interview passieren wird. Neben den fachlichen Hürden warten auch rechtliche Tücken. Dr. Uwe Schlegel, Rechtsanwalt und Dozent für Zivil-, Wirtschafts- und Arbeitsrecht aus Köln, verrät, was sich Arbeitgeber und Bewerber erlauben dürfen:

Muss ich auf jede Frage antworten?

Darf der Arbeitgeber alles über mich wissen und muss ich immer korrekt antworten? „Die Grundaussage ist: Der Arbeitgeber darf jede Frage stellen, an deren Beantwortung er ein sachlich begründetes Interesse hat“, erklärt Schlegel.
Unproblematisch für den Arbeitgeber sind daher Fragen nach der beruflichen Qualifikation des Arbeitnehmers, nach dem Führerschein oder der körperlichen Eignung. Wichtig ist allein das betriebliche Interesse hieran. „Grundsätzlich nicht erlaubt sind dagegen die Fragen nach der Schwangerschaft, der politischen oder sexuellen Ausrichtung des Bewerbers und dem religiösen Bekenntnis“, sagt Schlegel.

„Es gibt jedoch im Einzelfall Ausnahmen.“ So kann bei der Einstellung in eine konfessionelle Einrichtung die Frage nach dem Bekenntnis doch erlaubt sein. Gleiches gilt für Fragen, die im Mittelfeld liegen. Dazu gehören insbesondere die Fragen nach Vorstrafen oder einer Behinderung. Diese sind im Einzelfall jedenfalls dann zulässig, wenn sie präzisiert sind und sich konkret auf die ausgeschriebene Tätigkeit beziehen.

Darf ich lügen?

„Vom Fragerecht des Arbeitgebers getrennt zu betrachten ist, ob es eine Offenbarungspflicht des Bewerbers gibt“, weiß der Experte.Diese Frage stellte sich auch Diana. Sie  wurde bei ihrem Bewerbungsgespräch gleich zu Beginn vom Arbeitgeber gefragt, ob sie in nächster Zeit plane, Kinder zu bekommen und eine Familie zu gründen. Zwar verneinte sie dies, wusste aber nicht, ob sie das auch durfte, da sie eigentlich plant, früher oder später schwanger zu werden. „Das ‚Recht zur Lüge‘ gibt es immer dann, wenn der potentielle Arbeitgeber eine Frage stellt, die rechtlich nicht zulässig ist.“

Beantwortet ein Bewerber aber eine zulässige Frage wissentlich falsch und stellt sich dies erst später heraus, droht ihm eine Anfechtung des Arbeitsverhältnisses wegen arglistiger Täuschung, mit der nicht zu spaßen ist. „Dies kann dann eine sofortige Beendigung des Arbeitsverhältnisses nach sich ziehen“, sagt Schlegel.

Kann ich mich auf Versprechungen verlassen?

Gut zu wissen ist auch, dass der Arbeitgeber den Bewerber nicht mit übertriebenen Versprechungen aus einer bestehenden Position heraus locken darf:  „Wer einem Bewerber anbietet, das bestehende Gehalt zu verdoppeln, ihm eine Anstellung auf Lebenszeit zu geben und dieser später feststellt, dass dies leere Versprechen waren, macht sich unter Umständen schadensersatzpflichtig“, weiß der Anwalt.

Werden meine Fahrtkosten erstattet?

Wer sich in einer anderen Stadt oder in einem anderen Bundesland bewirbt, hat oft eine lange Anreise zum Ort des Bewerbungsgesprächs. „Die Reisekosten hat der Arbeitgeber grundsätzlich zu erstatten“, erklärt Schlegel. „Es sei denn, er hat vorher darauf hingewiesen, dass derartige Kosten nicht erstattet werden.“ So sind Fahrtkosten für eine Strecke von Hamburg nach München ebenso zurückzuzahlen, wie Kosten, die für eine Strecke innerhalb einer einzigen Stadt anfallen. „Die Höhe der erstattungsfähigen Reisekosten sind allerdings rechtlich ebenfalls immer eine Frage des Einzelfalls“, so Schlegel. „Ob auch Flüge oder Taxikosten vom Arbeitgeber zu bezahlen sind, kann nicht allgemein bejaht oder verneint werden.“ In allen Fällen gilt aber: es lohnt sich, zu prüfen und beim Arbeitgeber nachzuhaken.

Ist eine Blutprobe erlaubt?

Immer mehr Unternehmen verlangen seit einiger Zeit bei der Einstellung Blut- oder Urintests. „Der Arbeitgeber darf niemanden verpflichten, sich einem solchen Gesundheitstest zu unterziehen“, weiß Schlegel. Dies kann einen Eingriff in das allgemeine Persönlichkeitsrecht und die körperliche Unversehrtheit eines Bewerbers sein. Schwierig wird es trotzdem, wenn der Arbeitnehmer sich weigert, da er sonst Gefahr läuft, für den Job nicht genommen zu werden. Eine Pflicht, sich einem Gesundheitstest zu unterziehen, trifft den Bewerber in diesem Fall jedenfalls nicht.