Was passiert im Assessment-Center? Jeder gegen jeden? Alan Bailey/shutterstock.com
Nicht selten setzen Unternehmen bei der Personalauswahl ein Assessment-Center (AC) ein (von englisch to assess = beurteilen, auf Deutsch etwa... mehr ...
Der Lebenslauf - Alles auf einen Blick FocalPoint/shutterstock.com
Schon irgendwie fies: Da sollen Sie Ihr ganzes bisheriges Leben auf einem Blatt unterbringen. Tabellarisch, ohne Schnörkel und... mehr ...
Die sieben größten Online-Bewerbungsmythen:
Die Bewerbung ist und bleibt ein viel diskutiertes Thema. Daran hat auch der Erfolg der Online-Bewerbung kaum etwas geändert. Noch immer halten sich... mehr ...
Was Sie bei der Online-Bewerbung wirklich beachten sollten Phovoir/shutterstock.com
Die Bewerbung ist und bleibt ein viel diskutiertes Thema. Daran hat auch der Erfolg der Online-Bewerbung kaum etwas geändert. Noch immer halten sich... mehr ...
Die Bewerbungsmappe - Der erste Eindruck zählt Lisa S./shutterstock.com
Leider ist es heutzutage keine Seltenheit, dass auf einen ausgeschriebenen Ausbildungsplatz Hunderte, bei großen Firmen sogar tausend oder mehr... mehr ...
Was ist beim Vorstellungsgespräch erlaubt (und was nicht)? wavebreakmedia/shutterstock.com
Wer sich auf ein Vorstellungsgespräch vorbereitet, weiß meist nicht, was im Job-Interview passieren wird. Neben den fachlichen... mehr ...
Die größten Fehler bei der Bewerbung shutterstock.com
Rechtschreibfehler, falsch recherchierte Ansprechpartner, zu große Dateien: Laut Personalverantwortlichen bringen sich bis zu 75% aller... mehr ...
Die Bewerbung per Email - "Sie haben Post" Photosani/shutterstock.com
Natürlich, so ziemlich jeder ist heute drin im Internet – wenn nicht mit einem eigenen Zugang, dann bei Freunden, in der Schule oder... mehr ...
Was tun bei vielen Absagen? Phovoir/shutterstock.com
Da haben Sie viel Zeit und Mühe in Ihre Bewerbungsunterlagen gesteckt, genau geprüft, ob das Unternehmen für Sie in Frage kommt, das... mehr ...
planet-beruf.de macht mobil: neue Optik und Inhalte
Ab sofort ist das Portal der Bundesagentur für Arbeit bequem auf mobilen Geräten erreichbar: Im frischen Look werden bewährte und... mehr ...
Der „frisierte“ Lebenslauf - Was ist erlaubt und was nicht? Lisa A/shutterstock.com
Es muss gar nicht die zusammenkopierte Promotion sein – im Lebenslauf sind die Grenzen zwischen geschickter Selbstdarstellung und verbotener... mehr ...
Die Bewerbung über ein Bewerberportal AjFile/shutterstock.com
Die Menge an Bewerbungen, die so mancher Link oder sogar die eigene Mail-Adresse in einer Stellenanzeige im Internet erzeugt, hat schon so manchen... mehr ...
Die große Flatter? Expertentipps gegen Prüfungsangst Stokkete/shutterstock.com
Von einem guten Schulabschluss hängt die weitere berufliche Karriere ab. Viele Schülerinnen und Schüler stehen daher besonders im letzten Schuljahr... mehr ...
Das Bewerbungsfoto - "say cheese" Andrey_Popov/shutterstock.com
Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte – ­knapper lässt sich das Gewicht Ihres Bewerbungsfotos nicht beschreiben.Bevor in der Personalabteilung... mehr ...
Das Vorstellungsgespräch - Jetzt kommt`s drauf an g-stockstudio/shutterstock.com
„Und laden wir Sie ganz herzlich zu einem persönlichen Gespräch am kommenden Donnerstag…“ Geschafft! Geschafft? Was... mehr ...
prev
next

teaser quickstarter

Ihre Rechte und Pflichten als Azubi

Nathan Wright/shutterstock.com Nathan Wright/shutterstock.com

„Im ersten Jahr hab ich die Halle gefegt, im zweiten aufgeräumt und vor der Prüfung durfte ich dann auch mal das Werkzeug sortieren“ – so oder ähnlich haben es die meisten schon mal gehört. Tatsache ist: Rechte und Pflichten eines / einer Auszubildenden sind klar geregelt; schikanieren oder missbrauchen lassen muss sich niemand. Festgelegt ist dies alles im Berufsbildungsgesetzt (BBiG). Es geht im Wesentlichen um die § 13 (Mitwirkungspflicht des Auszubildenden) und § 14 (Ausbildung gemäß Ausbildungsziel – Pflichten des Ausbildenden). Wir wollen hier jetzt kein Fernstudium Jura anbieten, aber eine kleine Übersicht kann sicher nicht schaden. Fangen wir mit dem angenehmeren Teil an!

Rechte in der Ausbildung:

shutterstock 68608861lenetstan/shutterstock.comTätigkeiten, die nichts mit der Ausbildung zu tun haben, sind nicht zulässig. Tagelange Botengänge gehören ebenso wenig zur Ausbildung wie ständige Räum-, Sortier- oder Putztätigkeiten. Darunter fällt auch das selten beliebte Kaffeekochen im Büro. Aber Achtung: Natürlich kann Ihr Ausbilder von Ihnen verlangen, dass Sie Ihren eigenen Arbeitsplatz in Ordnung halten, von Ihnen benötigtes Material nach Gebrauch wieder wegräumen und benutzte Werkzeuge und Geräte reinigen und ggfls. warten oder kleinere Reparaturen selbst ausführen. Die Reinigung des gesamten Betriebes gehört aber definitiv nicht dazu. Und dass private Besorgungen für Vorgesetzte oder Kollegen Ihre rein private Entscheidung sind, versteht sich eigentlich von selbst.

Material, dass Sie für Ihre Ausbildung benötigen, muss Ihnen kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Dies können z.B. Werkzeuge, Geräte und Werkstoffe sein, aber auch Fachbücher, die Berichtshefte sowie Schreib- und Zeichenmaterial. Im Gegenzug sind Sie verpflichtet, damit sorgsam umzugehen und es schonend zu behandeln – lassen Sie sich im Zweifel zweimal erklären, wie der Farbkopierer wirklich bedient wird.

Generell sind Sie nicht verpflichtet, Tätigkeiten auszuführen, die Ihre körperlichen Fähigkeiten übersteigen oder für die Sie nicht qualifiziert sind. Dazu gehören auch Urlaubs- oder Krankheitsvertretungen. Vorsicht, wenn Sie „mal eben“ den Lieferwagen nur ein Stück vorrollen lassen sollen – ohne Fahrerlaubnis lassen Sie die Finger vom Lenkrad. Das ständige und unnötige Wiederholen immer gleicher Tätigkeiten ist ebenfalls nicht zulässig. Verboten sind außerdem Akkord- und Fließbandarbeit. Sie haben Anspruch auf geeignetes Ausbildungspersonal, d.h. Ausbilder müssen durch eine Abschlussprüfung der entsprechenden Fachrichtung und ausreichend Berufserfahrung qualifiziert sein. Bis zum August 2003 (Aussetzung der Ausbildereignungsverordnung) waren zusätzlich pädagogische Kenntnisse nachzuweisen.

Während einer dualen Ausbildung sind Sie berufsschulpflichtig. Für die Unterrichtszeiten muss Ihr Betrieb Sie freistellen. Zum Unterricht gehören auch die Pausen sowie die benötigte Zeit für den Weg zwischen Betrieb (nicht Wohnort!) und Berufsschule. Ein „Nacharbeiten“ der Berufsschulzeiten im Betrieb ist also generell unzulässig. Falls Sie keinen Blockunterricht haben (also z.B. ganze Berufsschulwochen), haben Sie im Idealfall in Ihrem Ausbildungsvertrag eine Klausel, die regelt, ob und bis wann Sie nach dem Unterricht noch im Betrieb erscheinen müssen.

Der jeweilige Ausbilder sollte auf Sie einen kompetenten Eindruck machen. Wenn Sie auf Fragen keine zufriedenstellenden Antworten bekommen, wenn Ihnen weder Sinn noch Zweck einer bestimmten Tätigkeit erklärt werden oder Sie das Gefühl haben, dass Sie mit Problemen bei einer Aufgabe allein gelassen werden, sprechen Sie einfach einmal mit der Personalabteilung oder der Ausbildungsleitung Ihres Ausbildungsbetriebes. Aber Vorsicht: Nicht gleich auf den Putz hauen oder lautstark beschweren – hier ist Ihr Fingerspitzengefühl gefragt!

Pflichten in der Ausbildung:

shutterstock 20344747Andrey Arkusha/shutterstock.comGenerell gilt: Sie sind zur aktiven Mitwirkung verpflichtet! Wer sich also nur passiv „beschallen“ lässt, bekommt schnell ein Problem.

„Wir sind doch hier nicht beim Bund!“

Falsch: Anweisungen, die mit Ihrer Ausbildung zu tun haben, müssen Sie natürlich Folge leisten. Und die können vom Abteilungsleiter, der Kollegin aus dem Arbeitsschutz oder vom Gesellen sein, der Ihnen gerade zeigt, wie man richtig einen Nagel einschlägt – solange es Ihre Ausbildung betrifft (und nicht gegen die guten Sitten oder gar Gesetze verstößt): Machen Sie es einfach.

Jeder Betrieb hat einen Haufen Regeln:

Arbeitsschutz, Sicherheitsbestimmungen, Rauchverbote und Kleiderordnungen, Hausordnungen und Hygienevorschriften. Gleichgültig, ob Sie das im Einzelfall nun für sinnvoll halten oder nicht: Halten Sie sich daran!

Stichwort Berichtsheft:

Wird gern am Ende der Ausbildung auf den letzten Drücker zusammengestoppelt – sollte aber nicht sein. Sie sind verpflichtet, die „schriftlichen Ausbildungsnachweise“ ordnungsgemäß zu führen und regelmäßig (also nicht einmal jährlich) vorzulegen. Im Gegenzug bekommen Sie in der Regel während Ihrer Ausbildungszeit dazu Gelegenheit – das müssen Sie also nicht in Ihrer Freizeit erledigen.

Stolperfalle Persönlichkeitsrechte:

Wie Sie z.B. Ihre Haare tragen, ist natürlich grundsätzlich Ihre Angelegenheit. Wenn die Frisur aber Sicherheitsvorschriften beeinträchtigt oder Ihre Ausbildung unnötig erschwert, sieht das schon ganz anders aus. Und natürlich kann Ihr Ausbildungsbetrieb auch bestimmen, mit welchem Erscheinungsbild insgesamt (also Kleidung, Haarschnitt, Tattoos, Piercings etc.) Sie Kundenkontakt haben – Stichwort Erscheinungsbild des Betriebes oder des Berufes. Also: Keine Diskussion anfangen; hier sitzen Sie in der Regel am kürzeren Hebel.

Top secret:

Sie sind auch als Auszubildender zur Verschwiegenheit verpflichtet. Interna wie Preise, Konditionen, Kalkulationen oder Lieferantenlisten sind ebenso vertraulich zu behandeln wie Betriebsabläufe, nicht öffentliche Geschäftskennzahlen oder technisches Fachwissen. Und der Tratsch aus der Betriebskantine gehört im Zweifel auch dazu.

Während Ihrer Ausbildung kann Ihnen der Ausbildungsbetrieb jede Nebentätigkeit untersagen. Ihren lukrativen Schülerjob als Zeitungsausträger oder in der Kneipe um die Ecke müssen Sie also aufgeben – auch wenn das aus Ihrer Sicht Ihre Ausbildung überhaupt nicht beeinträchtigt. Achtung: „Das merkt doch keiner“ ist hier nicht angesagt. Fliegen Sie auf, droht nämlich die fristlose Kündigung. Bekommt das Finanzamt Wind davon, gibt es ebenfalls Ärger – Sie sind schließlich kein Schüler mehr, sondern jobben im Zweifel „schwarz“. Und bei einem Unfall streiten sich Ihre Unfallversicherung, die Berufsgenossenschaft und Ihr Nebenjobbetrieb auf Ihre Kosten darum, wer NICHT zahlt.

Darf ich Jobben?

Während Ihrer Ausbildung kann Ihnen der Ausbildungsbetrieb jede Nebentätigkeit untersagen. Ihren lukrativen Schülerjob als Zeitungsausträger oder in der Kneipe um die Ecke müssen Sie also aufgeben – auch wenn das aus Ihrer Sicht Ihre Ausbildung überhaupt nicht beeinträchtigt.

Achtung: „Das merkt doch keiner“ ist hier nicht angesagt. Fliegen Sie auf, droht nämlich die fristlose Kündigung. Bekommt das Finanzamt Wind davon, gibt es ebenfalls Ärger – Sie sind schließlich kein Schüler mehr, sondern arbeiten im Zweifel „schwarz“. Und dann bekommen Sie massive Probleme mit dem Finanzamt.Und bei einem Unfall streiten sich Ihre Unfallversicherung, die Berufsgenossenschaft und Ihr Nebenjobbetrieb auf Ihre Kosten darum, wer NICHT zahlt.

Stress mit dem Betrieb?

shutterstock 87161458GrandeDuc/shutterstock.comGrundsätzlich sollten Sie immer versuchen, Probleme erst mit dem Betrieb zu klären. Also erst mit dem Ausbilder, dann der Ausbildungsleitung oder Personalabteilung sprechen. Wenn das nichts bringt, ist der nächste Schritt zum Betriebsrat (ab einer bestimmten Mitarbeiterzahl gibt es einen Jugend- oder Auszubildenden-Vertreter) oder zur  Jugendabteilung der zuständigen Gewerkschaft angesagt. Bei Problemen mit dem Ausbildungsbetrieb und z.B. einem drohenden Abbruch der Ausbildung helfen auch die jeweiligen Kammern, Innungen und Verbände weiter.

Erst wenn das alles nichts hilft, sollten Sie ernsthaft über eine Kündigung nachdenken. Denn dieser letzte Schritt hat für alle Beteiligten (außer, dass man sich danach nicht mehr sieht) eigentlich nur negative Konsequenzen: Sie verlieren die bisher im Betrieb verbrachte Zeit (und müssen vielleicht Monate bis zum Beginn einer neuen Ausbildung im August/September warten). Ganz abgesehen davon, dass eine abgebrochene Ausbildung auch kein Highlight im Lebenslauf ist – kritische Fragen beim nächsten Vorstellungsgespräch sind hier vorprogrammiert.

Der Betrieb verliert das bereits in Ihre Ausbildung investierte Geld und hat außerdem mindestens bis zum nächsten Ausbildungsbeginn eine Stelle frei, die jemand anders liebend gern besetzt hätte.