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Alternativen zu Ausbildung und Studium
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Top oder Flop? Azubigehälter 2016 im Vergleich
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Auf der Ausbildungsmesse
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Die beliebtesten Ausbildungsberufe unter Männern und Frauen
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Ausbildung oder Studium?
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Neu an der Uni und neu in der Stadt?

Khakimullin Aleksandr/shutterstock.com Khakimullin Aleksandr/shutterstock.com

Die wichtigste Erkenntnis sollte Ihnen gleich zu Beginn Ihrer Studienkarriere dämmern: Sie sind nicht mehr in der Schule – Sie sind jetzt für ALLES selbst verantwortlich.Niemand überprüft, ob Sie lernen, wann Sie aufstehen, schlafen gehen oder ob Sie ganze Wochen mit PC-Spielen verdaddeln. SIE sind dafür verantwortlich, dass Sie am Ende des Semesters Ihre Klausuren bestehen und Sie müssen sich jeden Tag aufs Neue zum Lernen und zum Vorlesungsbesuch motivieren – das ist jetzt Ihr Job. Folgende Fragen sollten Sie frühzeitig beantworten, um sich das entsprechende Umfeld aufzubauen:

Wann lerne ich am besten? (Tageszeit)
Wie lerne ich effizient? Höchste Zeit, sich mit Lerntechniken zu beschäftigen
Was für ein Lerntyp bin ich (Einzelkämpfer versus Herdentier)?
Lernkontrolle: Gibt es im Semesterverlauf Übungsklausuren? Unbedingt teilnehmen!

Neben den Einführungsveranstaltungen Ihres Studiengangs, die teilweise vor dem offiziellen Vorlesungsbeginn (oder noch früher) stattfinden, sollten Sie sich auch über ggf. angebotene Vorkurse informieren, die Ihr Wissen auffrischen; auch hier sitzen Sie unter Ihresgleichen und lernen während des “Updates” gleich ein paar neue Leute kennen.

Wichtig: Einen Semesterstundenplan sollten Sie sich als allererstes besorgen; daneben ein kommentiertes Vorlesungsverzeichnis. Das hilft Ihnen, die richtigen Lehrveranstaltungen für das jeweilige Semester zu identifizieren und so einen Wochen- und Semesterplan zu erstellen, damit Sie in der vorgegebenen Zeit die erforderlichen Leistungen erbringen und Prüfungen ablegen können. Denn: Nicht jede für Erstsemester angebotene Vorlesungsreihe muss für Sie Sinn machen! Die „totale Freiheit“ in der Gestaltung Ihres Studien-Pensums haben Sie seit der mit der Bologna-Reform einher gegangenen teilweisen „Verschulung“ des Studiums zwar nicht mehr – gegenüber der Schulzeit sind die Freiheitsgrade aber immer noch deutlich größer, so dass Sie vor allem in den fortgeschrittenen Semestern vielfach selbst entscheiden müssen, wie Sie Ihr Semester gestalten oder was Sie neben Ihrem Studien-Pflichtprogramm zusätzlich lernen wollen.

In kommentierten Vorlesungsverzeichnissen (normalerweise erhältlich in den Sekretariaten der Fachschaft) werden die Inhalte der einzelnen Lehrveran­staltungen ausführlich beschrieben, z.T. Literaturhinweise gegeben und auch Änderungen bei den Lehrveranstaltungen vermerkt. Vorsicht: Als Druckwerk ist auch ein kommentiertes Vorlesungsverzeichnis nicht vor Druckfehlern oder weiteren Aktualisierungen gefeit. Informieren Sie sich, wo die für Sie relevanten “Schwarzen Bretter” stehen, denn auch im Internetzeitalter werden Terminverschiebungen, Raum- oder Hörsaalverlegungen und ausfallende Veranstaltungen zu allererst hier bekannt gemacht.

Erst mal Party, dann sehen Sie weiter?

shutterstock 24244696G. K./shutterstock.comNa klar! Der Mensch lebt schließlich nicht von Brot allein und der Student verbringt seine Zeit natürlich nicht nur mit Lernen, dazu ist das Freizeitangebot selbst in kleinen Unistädten zu groß. Unbedingt zu empfehlen sind alle Erstsemester-Partys: Unter lauter Fremden werden plötzlich auch zurückhaltende Zeitgenossen erstaunlich aufgeschlossen. Wer hier nicht Namen und Telefonnummern sammelt, macht sich das spätere Studentenleben unnötig schwer – so kontaktfreudig werden Ihre Kommilitonen niemals wieder. Sehr empfehlenswert ist auch der Unisport – nicht nur, weil die viele Kopfarbeit nach einem körperlichen Ausgleich verlangt, sondern auch, weil man hier prima Gleichgesinnte kennenlernen kann.

Wer wissen will, in welchen Bars oder Clubs nachts der Bär steppt, für den sind Stadtmagazine ebenfalls eine gute Inspirationsquelle. Daneben hat es noch nie geschadet, ein paar ältere Semester anzusprechen und sich dort aktuelle Szene-Tipps zu holen. Das funktioniert fast immer – schließlich war jeder einmal in der gleichen Situation. Wer nicht ganz so auf Cafés, Subkultur und Ramba-Zamba in der Clubszene steht, der sollte sich die offiziellen Internet-Seiten der Stadt mal genauer anschauen: Hier finden sich alle Infos und Links zu Theatern, Museen, Bädern, Sehenswürdigkeiten, Flohmärkten, Straßenfesten usw.

20150601055834 971581506 11394 9shutterstock.comSo albern es zunächst klingt: Der beste, billigste und schnellste Weg, einen Überblick über eine neue Stadt zu bekommen, ist durch den Kauf eines Stadtplanes und eine Stadtrundfahrt im guten alten Bus, die Sie in jedem Reisebüro für kleines Geld buchen können. Klingt doof? Ist es aber nicht. An nur einem Vormittag die wichtigsten Hotspots, Sehenswürdigkeiten und ein wenig Stadtgeschichte vorgestellt zu bekommen, ist nicht zu toppen und mit dem eigenem Auto nicht zu schaffen. Erst recht nicht für die paar Euro, in der kurzen Zeit und ohne jeden Fahrstress oder Parkplatzprobleme. Und wenn man die Stadtrundfahrt gemeinsam mit ein paar anderen Erstsemestern macht, dann ist das nicht nur interessant, sondern kann eine Riesengaudi sein.

Auch die örtliche Touristen-Information (teilweise auch I-Punkt genannt) ist eine gute Infoquelle, denn hier liegen ein Vielzahl von Veranstaltungsflyern, Theater- und Kabarettprogrammen kostenlos aus; Schnellentschlossene können viele Tickets sogar sofort vor Ort kaufen. Ein Tipp für Reisen mit knappem Geldbeutel sind nach wie vor Mitfahrzentralen, die dem Chaosstadium der achtziger Jahre entwachsen sind und mittlerweile günstiges, problemloses Reisen zu festen Kilometerpreisen ermöglichen.

Auf die Mischung kommt es an!

Trotz eines mittlerweile viel stärker als früher strukturierten Studiums haben Sie es schlussendlich doch selbst in der Hand: Als Student kontrolliert Sie niemand mehr, niemand mault, wenn Sie erst am frühen Morgen (oder gar nicht) heimkommen. Schon so mancher hat ein Semester oder mehr verloren, bis er sich an einen halbwegs disziplinierten Tagesablauf und regelmäßiges Lernen gewöhnt hat. Die Uni ist definitiv nicht die Schule: Wer an der Uni versagt, versagt eigenständig und eigenverantwortlich. Wer es nicht schafft, etwas aus sich und seinem Tag zu machen, hat an der Uni keine Chance. Auf der anderen Seite Tag und Nacht zu büffeln macht auch weder Sinn noch Spaß - außerdem hält das eh kaum einer durch. Besser ist es, sich selbst klare, realistische Regeln aufzuerlegen; wer diese einhält, kommt nicht nur zügig durch das Studium, sondern verlebt auch eine tolle Zeit.

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