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Universität, Fachhochschule oder Dual?

Lisa F. Young/shutterstock.com Lisa F. Young/shutterstock.com

Umsonst ist der Tod... und der kostet bekanntlich das Leben. Wenn Sie studieren möchten, dann muss Ihnen klar sein, dass Sie dafür gehörig „in die Hände spucken“ müssen: Das ist nichts für trübe Tassen. Jeder Traumberuf ist zunächst einmal mit viel Arbeit verbunden – ohne den festen Willen, eine getroffene Entscheidung durchzuziehen, kommen Sie nicht weit.

Ein Tipp: Wenn Sie trotz aller Tests und Beratungsgespräche aufgrund Ihrer vielen Interessen Schwierigkeiten haben, eine klare Auswahl zu treffen, dann entscheiden Sie sich am besten für eines der inhaltlich breiter angelegten Studienfächer, das mehrere Ihrer Begabungen und Interessensgebiete umfasst – damit haben Sie dann auch bei der späteren Jobsuche eine größere Auswahl. Nicht zu vergessen: Ein Studium kostet richtig Geld - das kann sich über die Dauer des Studiums auf einen sechsstelligen Betrag summieren.

Eine Rolle sollten bei Ihrer Entscheidung auch die späteren Beschäftigungsaussichten spielen: Was nützt Ihnen ein hervorragend abgeschlossenes Studium z.B. in Sinologie, wenn es für Sinologen in ganz Deutschland nur eine Handvoll Arbeitsplätze gibt?

Uni, FH oder Duales Studium?

Sobald die Frage nach dem Studienfach geklärt ist, lautet die nächste Frage: Wie wollen Sie denn studieren? Viele Fächer können Sie nämlich sowohl an einer Fachhochschule, als auch an einer Universität studieren. Und welchen Abschluss streben Sie an?

Das Universitäts-Studium

shutterstock 261769193N NGUYEN/shutterstock.comUniversitäten kennzeichnet ihre wissenschaftliche und forschungsorientierte Ausrichtung. Es gibt zwar keinen bis ins letzte geregelten Studienablauf, so dass Sie als Student ein wenig mehr Freiraum bei der Studienorganisation haben. Trotzdem sind die organisatorischen Vorgaben seit der Einführung der Bachelor-/Master-Studiengänge heute sehr viel straffer als früher. Zugangsvoraussetzung ist in der Regel die allgemeine Hochschulreife (Abitur). Mit guten oder sehr guten Noten können Sie grundsätzlich alle Studiengänge belegen; mit einer fachgebundenen Hochschulreife nur die der entsprechenden Fachrichtung. Daneben gibt es für viele Studiengänge bundesweite und/oder hochschulspezifische Zulassungsvoraussetzungen und -Tests.

Vorteile eines Universitäts-Studiums

Profundes Wissen: Wenn es ein Sachgebiet gibt, dass Sie so richtig interessiert, dann sind Sie an einer Universität richtig. Hintergründe, Geschichte, Theorien, Forschung, aktuelle Entwicklungen – an einer Universität wird mit wissenschaftlichem Anspruch gelehrt, und das merkt man.
Freiheit: Auch wenn es mit der „Akademischen Freiheit“ zu Zeiten von Bachelor und Master nicht mehr wirklich weit her ist – das Studium ist ziemlich verschult geworden – haben Sie an einer Uni immer noch die größten Freiheiten, in welche Richtung Sie Ihr Wissen erweitern möchten. Und sein Leben in einer fremden Unistadt selbst in die Hand zu nehmen, ist ja auch ein faszinierendes Stück Freiheit, nicht?
Praktika: Sind das A und O eines Studiums, denn nur so erfahren Sie jenseits der vielen Theorie, welche Richtung Ihnen am besten gefällt.
Karriere: Ein Studium wird auch in Zukunft ein Karrieresprungbrett sein, nirgends sonst sind die Aufstiegsmöglichkeiten besser. Und Akademiker werden seltener arbeitslos.
Gehalt: Wer ein Studium vorweisen kann, steigt mit einem deutlich höheren Gehalt in den Berufsmarkt ein, als etwa mit einer Berufsausbildung. Da lohnt es sich schon, während des Studiums ein paar Jahre lang den Gürtel enger zu schnallen.
Status: Ein akademischer Grad ist nicht allein eine Sache der persönlichen Eitelkeit, sondern ist (siehe oben) neben beruflichen Aspekten auch gesellschaftlich vorteilhaft, denn der persönliche Status steigt. Das wird schon relevant, wenn man eine Wohnung sucht: Vermietern sind Akademiker als Mieter oft lieber.

Nachteile eines Universitätsstudiums

Disziplin und Wille: Ein Studium dauert lange und ist anstrengend. Das hält nur durch, wer neben dem nötigen Grips auch den Willen und die Disziplin mitbringt, das Studium bis zum Abschluss durchzuziehen.
Kosten: Mehrere Jahre lang ist Schmalhans Küchenmeister, denn schließlich muss ein Student neben allerlei Gebühren auch seinen Lebensunterhalt bezahlen. Bei monatlichen Kosten zwischen 600 und 1.000 € läppern sich schnell gehörige Kosten zusammen und nebenher zu jobben ist nur eingeschränkt möglich. Auch BAföG und Studienkredite sind nur ein kleiner Trost, denn beides muss man schließlich nach Studienende zurückzahlen.
Wenig Praxis: Universitäten vermitteln sehr viel Theorie. Wie diese dann in die Praxis umzusetzen ist, steht allerdings nicht auf dem Lehrplan. Hier sind Praktika sehr wichtig.

Das Fachhochschul-Studium

studentshutterstock.comFachhochschulen bilden mit einem stärkeren Praxisbezug aus und bieten hauptsächlich Studiengänge in den Bereichen Wirtschaft, Technik, Design und Sozialwesen an. Der Ablauf des Studiums ist klar in der Studienordnung definiert. Oft muss vor Studienbeginn auch ein fachspezifisches Praktikum absolviert werden. Zugangsvoraussetzung ist die Fachhochschulreife.

Vorteile eines Fachhochschul-Studiums

Mehr Praxis: Allein schon durch vorgeschriebene Pflichtpraktika ist der Praxisbezug deutlich größer. Und auch der Stoff wird weniger theorielastig vermittelt.
Unternehmenskontakte: Pflichtpraktika sorgen frühzeitig für Kontakte zu Firmen, die nach Studienende für den Berufseinstieg sehr nützlich sind; auch Diplomarbeiten entstehen häufig im Rahmen von Kooperationen.
Struktur: Wer Probleme hat, sich selbst effizient zu organisieren, ist an einer FH goldrichtig, denn das Studium ist stark verschult. Feste Stundenpläne und klar strukturierte Abläufe sorgen dafür, dass auch schlechter organisierte Studenten nicht den Anschluß verlieren.
Nur Fachabi: An einer FH ist keine allgemeine Hochschulreife erforderlich, die Fachhochschulreife tut´s auch.

Nachteile eines Fachhochschul-Studiums

Image: Noch immer haben FH-Abschlüssen bei vielen Unternehmen nicht den gleichen guten Ruf wie Universitätsabschlüsse. Das spiegelt sich auch im Einstiegsgehalt wieder, dass bei FH-Absolventen etwas unter denen von Uni-Absolventen liegt.
Kosten: Hier ist kein großer Unterschied zu einer Uni festzustellen, die Kosten liegen praktisch gleichauf.

Das Duale Studium

shutterstock 96602242goodluz/shutterstock.comDas Duale Studium bezeichnet eine Sonderform, nämlich das berufsbegleitende Studium an der Dualen Hochschule (DH). Die Besonderheit: An einer Dualen Hochschule kann nur studieren, wer einen Ausbildungsvertrag mit einem Unternehmen vorweisen kann. Duale Studiengänge werden jedoch nicht in allen Fachrichtungen angeboten; am häufigsten sind Ingenieurwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Informatik und Wirtschaftsinformatik.

Vorteile eines Dualen Studiums

Gehalt: Ein Duales Studium beinhaltet immer auch ein Gehalt, das vom ausbildenden Betrieb bezahlt wird. Das bedeutet deutlich mehr finanzielle Spielräume als bei jeder anderen Art zu studieren.
Theorie und Praxis: Durch die konkrete Einbindung in ein bestimmtes Unternehmen und sich abwechselnde Theorie- und Praxisphasen besteht ständig ein konkreter Bezug zur realen Arbeitswelt, was Vieles verständlicher, sinnvoller und nachvollziehbarer wirken lässt.
Zwei für eines: „Dual“ bedeutet, dass nicht nur eine Ausbildung, sondern gleichzeitig ein akademisches Studium absolviert wird. Das heißt: In relativ kurzer Zeit hat man nicht nur einen Berufsabschluss, sondern auch einen Studienabschluss in der Tasche.
Übernahme: Das Unternehmen, bei dem Sie ein Duales Studium absolvieren, übernimmt Sie mit höchster Wahrscheinlichkeit – nur aus diesem Grund trägt der Betrieb schließlich die hohen Kosten.
Kein Abitur: Aber die Fachhochschulreife sollte es zumindest sein. Damit kommt ein Duales Studium auch für begabte und engagierte Realschulabsolventen in Frage.
Aufstiegschancen: Wer sein Duales Studium mit Erfolg abschließt, kann mit besten Karriereperspektiven rechnen; Gehalt und Aufstiegschancen sind  überdurchschnittlich gut, vor allem, wenn dann noch ein Master angehängt wird.

Nachteile eines Dualen Studiums

Freizeit: Gibt es nur sehr wenig, Ausbildung und Studium zugleich bedeutet eine Doppelbelastung, die kaum Raum für anderes lässt. Fleiß und Durchhaltevermögen sind unverzichtbar.
Festlegung: Das Unternehmen, bei dem Sie ein Duales Studium absolvieren, prägt Sie auf die eigenen Anforderungen und bildet vorrangig für die eigenen Bedürfnisse aus. Das kann ggfls. einen späteren Wechsel erschweren.
Nur Bachelor: Der Erwerb eines Masters (oder gar eine Promotion) sind nicht vorgesehen. Für den Start ins Berufsleben muss also ein Bachelor reichen.

Fazit:

Berufsausbildung, Studium an Uni, FH oder ein Duales Studium – die Wahl fällt nicht leicht. Neben Interessensfragen sind auch berufliche Perspektiven, finanzielle Aspekte, Arbeitsplatz-Sicherheit und die eigene Persönlichkeit wichtige Entscheidungsgrößen: Brauche ich (stark) strukturierte Abläufe? Oder kann ich mich über mehrere Jahre selbst motivieren, um laufend am Ball zu bleiben? Der erste Schritt sollte also eine gründliche Selbstanalyse darstellen; erst wenn Sie sich ein ungeschminktes Bild ihrer eigenen Persönlichkeit und ihrer Fähigkeiten gemacht haben, können Sie eine fundierte Entscheidung über Ihre weiteren beruflichen Schritte treffen.

Und danach holen Sie sich auf jeden Fall professionelle Hilfe bei der Berufsberatung der Arbeitsagentur oder der Studienberatung Ihrer Wunschuniversität! Die Abbrecherquoten an den Universitäten steigen seit Jahren – nicht zuletzt deshalb, weil jedes Jahr mehr Schüler ein Studium beginnen (und nicht jeder wirklich für ein Studium geeignet ist) und immer mehr Studenten nach ein, zwei oder noch mehr Semestern feststellen, dass sie sich für ein falsches Studienfach entschieden haben. Diese Verschwendung von Zeit und Energie können Sie durch eine fundierte Entscheidung verhindern!

Links rund ums Studium finden Sie hier.

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