Was bringt Bausparen für junge Leute?

Jirsak/shutterstock.com Jirsak/shutterstock.com

Bausparen ist fast jedem ein Begriff. Doch wie funktioniert das überhaupt, für wen ist es geeignet und welche Vorteile bringt es? Hier ein Überblick über die wichtigsten Fakten:

Was ist das?

Ein Bausparvertrag ist das ideale Instrument auf dem Weg in die erste eigene „Bude“: Damit bilden junge Leute schon mit kleineren Sparbeiträgen frühzeitig Eigenkapital und sichern sich gleichzeitig ein günstiges Bauspardarlehen. Das Besondere daran: Die Zinsen stehen bereits bei Vertragsabschluss fest und ändern sich bis zur vollständigen Rückzahlung nicht – das ist der klassische Vorteil des Bausparens. Ob der Sparer das Darlehen für das erste eigene Zuhause in Anspruch nehmen will, kann er später entscheiden.

Wer kann bausparen?

Bausparen kann fast jeder. Ab dem 16. Lebensjahr fördert der Staat das Bausparen unter bestimmten Voraussetzungen sogar mit attraktiven Prämien. Auch viele Eltern und Großeltern schließen einen Bausparvertrag für ihre Kinder und Enkel ab. Zum Geburtstag oder zur Konfirmation ist er oft eine sinnvolle Alternative zum Geldgeschenk.

Wofür kann ich einen Bausparvertrag verwenden?

shutterstock 61232218irabel8/shutterstock.comEin Bausparvertrag lässt sich flexibel an die persönliche Lebenssituation anpassen. So kann der Bausparer das Guthaben grundsätzlich frei verwenden, während das Bauspardarlehen für wohnwirtschaftliche Maßnahmen eingesetzt werden muss. Dazu zählt der Bau oder Kauf einer Immobilie ebenso wie Modernisierungen und energetische Maßnahmen.

Welche staatlichen Förderungen kann ich nutzen?

Für alle Bausparer ab 16 Jahren bietet der Staat unter bestimmten Voraussetzungen gleich mehrere Fördermöglichkeiten:
Zum einen gibt es die Wohnungsbauprämie (WoP). Der maximal geförderte Sparbeitrag liegt bei 512 € pro Jahr. Darauf zahlt der Staat 8,8 Prozent Prämie. Wer also 43 € im Monat spart, wird quasi mit einer 13. Einzahlung im Jahr belohnt, nämlich 45 €. Sie wird dem Bausparguthaben nach einer sieben-jährigen Bindungsfrist auf einen Schlag gutgeschrieben. Die WoP gibt es aber nur, wenn das angesparte Geld später auch für den Bau, Kauf oder die Modernisierung von Wohneigentum verwendet wird.
Bei jungen Leuten unter 25 Jahren macht Vater Staat eine Ausnahme: Sie können nach sieben Jahren frei über das gesamte Guthaben verfügen. Diese Sonderregelung kann jeder Sparer aber nur einmal in Anspruch nehmen. Die meisten verwenden das Geld jedoch ohnehin wohnwirtschaftlich, etwa für den Erwerb der ersten eigenen Immobilie.
Wer von seinem Arbeitgeber vermögenswirksame Leistungen (VL) erhält, kann von der Arbeitnehmersparzulage profitieren. Die VL werden zusätzlich zum Gehalt vom Arbeitgeber direkt auf den Bausparvertrag überwiesen. Das können bis zu 40 € im Monat sein. Der Staat legt die Arbeitnehmersparzulage in Höhe von 9 Prozent aus maximal 470 € obendrauf. Das macht bis zu 43 € um Jahr, die zusätzlich auf das Bausparkonto fließen.
Für beiden Förderungen, Wohnungsbauprämie und Arbeitnehmersparzulage, gelten Einkommensgrenzen.
Gänzlich unabhängig vom Einkommen ist der Wohn-Riester. Damit unterstützt der Staat Wohneigentum als Altersvorsorge. Gefördert werden Riester-Bausparverträge und Riester-Immobiliendarlehen. Förderberechtigte erhalten jährlich maximal 154 € Grundzulage. Zudem gibt es für alle unter 25 Jahren einen einmaligen Starter-Bonus von bis zu 200 €. Somit können sich junge Sparer zum Start über insgesamt 354 € Zulagen freuen.

Warum jetzt Bausparer werden?

Das Thema Immobilie mag vielleicht noch in weiter Ferne liegen und momentan ganz andere Dinge im Fokus stehen. Jedoch ist es ratsam, schon heute die Weichen für später zu stellen. Warum nicht alle Vorteile nutzen? Gerade als junger Mensch ist das Bausparen sehr attraktiv, denn wer für die Zukunft vorsorgt wird belohnt – mit Förderungen vom Staat und einem günstigen Darlehen von der Bausparkasse.

Artikel bewerten
(0 Stimmen)
Kommentar schreiben